Depressive Episode

ICD-10-Code
F32

Vielleicht fühlt sich Dein Alltag gerade schwerer an als sonst. Was Dir früher Freude gemacht hat, erreicht Dich kaum noch. Selbst kleine Aufgaben kosten Kraft, und manchmal fehlt Dir ein Wort dafür, was sich verändert hat. Eine depressive Episode kann sich so anfühlen. Sie ist keine persönliche Schwäche und lässt sich nicht einfach mit einem guten Vorsatz abschütteln.

Wenn das Leben an Farbe verliert

Bei einer Depression können Niedergeschlagenheit, fehlendes Interesse und Erschöpfung über längere Zeit zusammenkommen. Manche Menschen ziehen sich zurück, schlafen schlecht oder verlieren das Vertrauen in sich selbst. Andere wirken nach außen weiterhin leistungsfähig, obwohl sie innerlich sehr belastet sind. Entscheidend ist nicht, wie sichtbar das Leiden für andere ist.

Einzelne dieser Erfahrungen kennt fast jeder Mensch. Ob eine Depression vorliegt, lässt sich daraus allein nicht ableiten. Dafür braucht es ein persönliches Gespräch und eine sorgfältige Abklärung.

Einen nächsten Schritt finden

Du musst nicht erst völlig erschöpft sein, bevor Du Unterstützung suchst. Ein Gespräch in der Hausarztpraxis kann ein Anfang sein, auch um mögliche körperliche Ursachen zu prüfen. Je nach Beschwerden kommen psychotherapeutische und gegebenenfalls medikamentöse Behandlungen infrage.

Vielleicht ist Dein nächster Schritt zunächst nur, einer vertrauten Person zu sagen: Mir geht es gerade nicht gut. Es darf um das gehen, was heute möglich ist.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

Wenn Du Dir zunächst Orientierung wünschst, kannst Du eine unverbindliche telefonische Erstberatung mit mir vereinbaren. Gemeinsam klären wir, ob mein Angebot zu Deinem Anliegen passt oder welche andere fachliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

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Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Bei den typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden leidet der betroffene Patient unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von so genannten "somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude, Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust, Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen.

Weitere Unterdiagnosen

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