Agoraphobie

ICD-10-Code
F40.0

Eine Fahrt mit dem Bus, der Einkauf oder ein voller Platz: Was für andere selbstverständlich wirkt, kann für Dich eine große Hürde sein. Vielleicht fragst Du Dich vorab, wie Du wieder herauskommst oder wer Dir helfen könnte, falls es Dir schlecht geht. So kann schon die Planung eines normalen Tages viel Kraft kosten.

Mehr als die Angst vor weiten Plätzen

Bei einer Agoraphobie können verschiedene Situationen Angst auslösen, etwa Menschenmengen, Reisen oder das Verlassen der vertrauten Umgebung. Häufig steht die Befürchtung im Raum, nicht schnell entkommen zu können oder im Notfall keine Hilfe zu bekommen. Eine Agoraphobie kann mit oder ohne Panikstörung auftreten.

Vielleicht gehst Du nur noch in Begleitung los oder vermeidest bestimmte Wege ganz. Das kann sich zunächst sicherer anfühlen und zugleich Deinen Bewegungsraum immer weiter einschränken.

Schritte, die zu Dir passen

Eine Behandlung kann dabei unterstützen, die Angst besser zu verstehen und gefürchtete Situationen schrittweise wieder aufzusuchen. Besonders die kognitive Verhaltenstherapie arbeitet mit solchen begleiteten Erfahrungen. Ein passender Plan berücksichtigt, wo Du gerade stehst.

Es geht nicht darum, Dich mit anderen zu messen. Für ein erstes Gespräch reicht die Frage, was Du Dir im Alltag wieder zutrauen oder zurückgewinnen möchtest.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

Wenn Du Dir zunächst Orientierung wünschst, kannst Du eine unverbindliche telefonische Erstberatung mit mir vereinbaren. Gemeinsam klären wir, ob mein Angebot zu Deinem Anliegen passt oder welche andere fachliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

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Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Eine relativ gut definierte Gruppe von Phobien, mit Befürchtungen, das Haus zu verlassen, Geschäfte zu betreten, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein, alleine mit Bahn, Bus oder Flugzeug zu reisen. Eine Panikstörung kommt als häufiges Merkmal bei gegenwärtigen oder zurückliegenden Episoden vor. Depressive und zwanghafte Symptome sowie soziale Phobien sind als zusätzliche Merkmale gleichfalls häufig vorhanden. Die Vermeidung der phobischen Situation steht oft im Vordergrund, und einige Agoraphobiker erleben nur wenig Angst, da sie die phobischen Situationen meiden können.

Übergeordnete Diagnose

F40 – Phobische Störungen