Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst]

ICD-10-Code
F41.0

Von einem Moment auf den anderen scheint Dein Körper Alarm zu schlagen. Das Herz rast, Dir wird schwindelig, und vielleicht hast Du Angst, die Kontrolle zu verlieren. Eine Panikattacke kann sich zutiefst bedrohlich anfühlen. Auch wenn andere nichts davon sehen, ist Deine Belastung real.

Wenn die Angst vor der nächsten Attacke mitläuft

Bei einer Panikstörung treten intensive Angstattacken wiederholt auf, ohne dass sie immer an eine bestimmte Situation gebunden sind. Zu den möglichen Beschwerden gehören Herzklopfen, Zittern, Atemnot oder ein Gefühl von Unwirklichkeit. Zwischen den Attacken kann die Sorge vor einer Wiederholung viel Raum einnehmen.

Eine einzelne Panikattacke bedeutet noch nicht automatisch eine Panikstörung. Für die Einordnung sind der Verlauf und eine fachliche Abklärung wichtig.

Den Alarm verstehen, statt allein damit zu bleiben

Eine geeignete Psychotherapie kann helfen, den Kreislauf aus Körperempfindungen, bedrohlichen Gedanken und wachsender Angst zu verstehen und zu verändern. Welche Behandlung passt, lässt sich gemeinsam mit qualifizierten Fachpersonen klären.

Neue oder ungeklärte körperliche Beschwerden sollten nicht vorschnell als Panik eingeordnet werden. Bei plötzlich starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot oder anderen bedrohlichen Beschwerden ist sofortige medizinische Hilfe wichtig.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

Wenn Du Dir zunächst Orientierung wünschst, kannst Du eine unverbindliche telefonische Erstberatung mit mir vereinbaren. Gemeinsam klären wir, ob mein Angebot zu Deinem Anliegen passt oder welche andere fachliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

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Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.

Übergeordnete Diagnose

F41 – Andere Angststörungen