Phobische Störungen

ICD-10-Code
F40

Vielleicht gibt es Orte oder Situationen, um die Du inzwischen einen Bogen machst. Schon der Gedanke daran lässt Dein Herz schneller schlagen. Du weißt womöglich, dass die Situation von außen betrachtet wenig gefährlich ist, und trotzdem ist die Angst da. Dieses Erleben verdient es, ernst genommen zu werden.

Welche Ängste gehören dazu?

Phobische Störungen sind mit bestimmten Situationen oder Auslösern verbunden. Bei einer sozialen Phobie steht beispielsweise die mögliche Bewertung durch andere im Vordergrund. Bei einer Agoraphobie können Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel oder das Unterwegssein ohne vertraute Begleitung Angst auslösen. Daneben gibt es spezifische Phobien, etwa vor bestimmten Tieren oder Höhen.

Die gemeinsame Erfahrung ist oft: Eine Situation wird vermieden oder nur mit großer Anspannung ausgehalten. Dadurch kann sich der Alltag zunehmend um die Angst herum organisieren.

Den eigenen Spielraum wieder erkunden

Vermeidung kann kurzfristig entlasten, die Angst auf Dauer aber aufrechterhalten. Bei der Behandlung von Phobien spielt deshalb häufig eine fachlich begleitete, schrittweise Auseinandersetzung mit gefürchteten Situationen eine Rolle. Wie das aussehen kann, wird individuell geplant.

Du musst Dich dafür nicht unvorbereitet in Deine größte Angst hineinwerfen. Ein erster Schritt kann sein, auszusprechen, was Du bisher nur mit Dir selbst ausgemacht hast.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

Wenn Du Dir zunächst Orientierung wünschst, kannst Du eine unverbindliche telefonische Erstberatung mit mir vereinbaren. Gemeinsam klären wir, ob mein Angebot zu Deinem Anliegen passt oder welche andere fachliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

Jetzt Erstberatung vereinbaren

Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Eine Gruppe von Störungen, bei der Angst ausschließlich oder überwiegend durch eindeutig definierte, eigentlich ungefährliche Situationen hervorgerufen wird. In der Folge werden diese Situationen typischerweise vermieden oder mit Furcht ertragen. Die Befürchtungen des Patienten können sich auf Einzelsymptome wie Herzklopfen oder Schwächegefühl beziehen, häufig gemeinsam mit sekundären Ängsten vor dem Sterben, Kontrollverlust oder dem Gefühl, wahnsinnig zu werden. Allein die Vorstellung, dass die phobische Situation eintreten könnte, erzeugt meist schon Erwartungsangst. Phobische Angst tritt häufig gleichzeitig mit Depression auf. Ob zwei Diagnosen, phobische Störung und depressive Episode, erforderlich sind, richtet sich nach dem zeitlichen Verlauf beider Zustandsbilder und nach therapeutischen Erwägungen zum Zeitpunkt der Konsultation.

Weitere Unterdiagnosen