Soziale Phobien

ICD-10-Code
F40.1

Vielleicht möchtest Du etwas sagen und findest im entscheidenden Moment keine Worte. Oder Du gehst ein Gespräch später immer wieder im Kopf durch: War das peinlich? Habe ich etwas Falsches gesagt? Wenn die Angst vor der Bewertung anderer viel Raum einnimmt, können Begegnungen anstrengend werden, nach denen Du Dich eigentlich sehnst.

Wenn Begegnungen zur Anspannung werden

Eine soziale Phobie kann sich zum Beispiel beim Sprechen vor Gruppen, bei Gesprächen mit Unbekannten oder beim Essen in Gesellschaft zeigen. Im Mittelpunkt steht häufig die Sorge, aufzufallen, kritisiert oder abgelehnt zu werden. Erröten, Zittern oder Übelkeit können die Angst zusätzlich verstärken.

Schüchternheit allein ist noch keine Erkrankung. Entscheidend ist unter anderem, wie stark die Angst belastet und ob Du deswegen wichtige Situationen oder Kontakte vermeidest.

Begegnung muss keine Prüfung sein

Professionelle Unterstützung kann helfen, den Zusammenhang zwischen Befürchtungen, Selbstbeobachtung und Rückzug besser zu verstehen. In einer passenden Psychotherapie lassen sich neue Erfahrungen in sozialen Situationen schrittweise erarbeiten.

Du musst in einem ersten Gespräch weder besonders offen noch besonders souverän sein. Auch Unsicherheit, Pausen oder die Schwierigkeit, einen Anfang zu finden, dürfen darin Platz haben.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

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Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen, die zu Vermeidung sozialer Situationen führt. Umfassendere soziale Phobien sind in der Regel mit niedrigem Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Sie können sich in Beschwerden wie Erröten, Händezittern, Übelkeit oder Drang zum Wasserlassen äußern. Dabei meint die betreffende Person manchmal, dass eine dieser sekundären Manifestationen der Angst das primäre Problem darstellt. Die Symptome können sich bis zu Panikattacken steigern.

Übergeordnete Diagnose

F40 – Phobische Störungen