Anpassungsstörungen

ICD-10-Code
F43.2

Eine Trennung, ein Verlust oder eine Veränderung kann vieles ins Wanken bringen. Vielleicht funktioniert Dein Alltag äußerlich noch, während Du innerlich kaum hinterherkommst. Oder Du wunderst Dich, warum Dich etwas so stark trifft. Du musst Deine Belastung nicht mit der anderer Menschen vergleichen, um sie ernst nehmen zu dürfen.

Wenn die eigene Balance verloren geht

Eine Anpassungsstörung bezeichnet psychische Beschwerden im Zusammenhang mit einer belastenden Lebensveränderung oder einem belastenden Ereignis. Dazu können Niedergeschlagenheit, Sorgen und das Gefühl gehören, alltäglichen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein.

Der Begriff bedeutet nicht, dass Du Dich einfach besser anpassen oder mehr zusammenreißen müsstest. Er beschreibt eine Belastung, die fachlich eingeordnet werden kann. Nicht jede Trauer oder schwierige Übergangszeit ist automatisch eine Erkrankung.

Orientierung in einer veränderten Lebenssituation

Unterstützung kann zunächst bedeuten, die Situation zu sortieren: Was ist gerade besonders schwer? Welche Menschen geben Dir Halt? Was lässt sich im Alltag entlasten? Wenn Beschwerden anhalten oder Dich deutlich einschränken, ist eine professionelle Einschätzung sinnvoll.

Du musst noch nicht wissen, wie es weitergeht. Ein Gespräch darf damit beginnen, dass gerade vieles unklar ist. Von dort aus lässt sich schauen, welcher nächste Schritt zu Deiner Situation passt.

Ein erstes Gespräch in meiner Praxis in Kassel

Wenn Du Dir zunächst Orientierung wünschst, kannst Du eine unverbindliche telefonische Erstberatung mit mir vereinbaren. Gemeinsam klären wir, ob mein Angebot zu Deinem Anliegen passt oder welche andere fachliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

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Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Abklärung.

ICD-10-Einordnung

Hierbei handelt es sich um Zustände von subjektiver Bedrängnis und emotionaler Beeinträchtigung, die im Allgemeinen soziale Funktionen und Leistungen behindern und während des Anpassungsprozesses nach einer entscheidenden Lebensveränderung oder nach belastenden Lebensereignissen auftreten. Die Belastung kann das soziale Netz des Betroffenen beschädigt haben (wie bei einem Trauerfall oder Trennungserlebnissen) oder das weitere Umfeld sozialer Unterstützung oder soziale Werte (wie bei Emigration oder nach Flucht). Sie kann auch in einem größeren Entwicklungsschritt oder einer Krise bestehen (wie Schulbesuch, Elternschaft, Misserfolg, Erreichen eines ersehnten Zieles und Ruhestand). Die individuelle Prädisposition oder Vulnerabilität spielt bei dem möglichen Auftreten und bei der Form der Anpassungsstörung eine bedeutsame Rolle; es ist aber dennoch davon auszugehen, dass das Krankheitsbild ohne die Belastung nicht entstanden wäre. Die Anzeichen sind unterschiedlich und umfassen depressive Stimmung, Angst oder Sorge (oder eine Mischung von diesen). Außerdem kann ein Gefühl bestehen, mit den alltäglichen Gegebenheiten nicht zurechtzukommen, diese nicht vorausplanen oder fortsetzen zu können. Störungen des Sozialverhaltens können insbesondere bei Jugendlichen ein zusätzliches Symptom sein. Hervorstechendes Merkmal kann eine kurze oder längere depressive Reaktion oder eine Störung anderer Gefühle und des Sozialverhaltens sein.

Übergeordnete Diagnose

F43 – Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen