Rüdiger Keilberg
Schwerpunkt Zwangsstörungen
Therapie & Behandlung

Krankheitsbild Zwangsstörungen
Zwangsstörungen sind durch wiederkehrende und anhaltende Gedanken (Zwangsgedanken) sowie durch repetitive Verhaltensweisen oder mentale Handlungen (Zwangshandlungen), die eine Person fühlt gekennzeichnet. Diese Störungen können erhebliche Belastungen und Beeinträchtigungen im täglichen Leben verursachen.
In diesem Beitrag werden wir die Natur von Zwangsgedanken und -handlungen sowie gemischte Zustände betrachten.
- Zwangsstörungen
- Zwangsgedanken / Grübelzwang
- Zwangshandlungen (Zwangsrituale)
- Zwangsgedanken und -handlungen gemischt
Zwangsgedanken / Grübelzwang
Zwangsgedanken sind unerwünschte, sich aufdrängende Gedanken, Bilder oder Impulse, die als aufdringlich und oft als abstoßend empfunden werden. Menschen mit Zwangsgedanken können intensiv über Themen wie Kontamination, Unsicherheit, symmetrische Anordnung von Gegenständen oder aggressive Impulse grübeln.
Bewältigungsstrategien
Zur Behandlung von Zwangsgedanken wird häufig die kognitive Verhaltenstherapie, insbesondere die Exposition mit Reaktionsverhinderung (ERP), eingesetzt.
Dabei werden Betroffene ermutigt, sich ihren Angst auslösenden Gedanken zu stellen, ohne die gewohnten Zwangsrituale durchzuführen, um zu lernen, ihre Angst zu tolerieren und zu reduzieren.
Zwangshandlungen (Zwangsrituale)
Zwangshandlungen sind repetitive Verhaltensweisen oder mentale Handlungen, die eine Person durchführt, um Unbehagen oder Angst zu reduzieren, die durch Zwangsgedanken ausgelöst werden. Typische Beispiele umfassen übermäßiges Händewaschen, Zählen, Ordnen oder Prüfen.
Behandlungsmethoden
Die Behandlung von Zwangshandlungen beinhaltet ebenfalls die Exposition mit Reaktionsverhinderung sowie kognitive Techniken, um die Gedanken zu hinterfragen und zu verändern, die den Zwangshandlungen zugrunde liegen.
In einigen Fällen können auch Medikamente zur Linderung der Symptome beitragen.
Zwangsgedanken und -handlungen gemischt
Viele Menschen mit Zwangsstörungen erleben eine Kombination aus Zwangsgedanken und -handlungen. Diese gemischten Zustände können besonders belastend sein, da die Betroffenen in einem Zyklus von Gedanken und Handlungen gefangen sein können, der schwer zu durchbrechen ist.
Integrative Behandlungsansätze
Für Menschen, die sowohl Zwangsgedanken als auch -handlungen erleben, ist ein integrativer Behandlungsansatz, der kognitive Verhaltenstherapie, Exposition mit Reaktionsverhinderung.
Ziel ist es, den Teufelskreis von Gedanken und Handlungen zu durchbrechen und den Betroffenen zu ermöglichen, ein erfüllteres Leben zu führen.
Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:
Anamnese
und Symptomen.
Planung
Danach wird die Konzeption und der Therapieplan besprochen, die Basis für den therapeutischen Prozess.
Therapie
Grundlage ist Ihr Wille zur Veränderung im Innen und gegenseitiges Vertrauen, welches im Laufe der Therapie aufgebaut wird.